 | Vergangenes bewahren, aufarbeiten und ausstellen |
Zur Geschichte der Garnison:
Am Karfreitag des Jahres 1912 hielt der Löbauer Bürgermeister Mücklich stolz ein Schreiben des sächsischen Königs in seinen Händen.
Er konnte es kaum glauben - doch endlich war es geschafft! Das Jägerbataillon Nr. 12 aus Freiberg sollte 1914 sein Domizil in der Stadt am Berge beziehen.
Lange Zeit hatten die Löbauer um eine Garnison nachgesucht.
Schon zwei mal, von 1821 - 1831 und von 1867 - 1869, war ein Bataillon sächsische Infanterie permanent hier in Quartier. Der Wunsch nach einer dauerhaften Belegung mit Militär war geweckt, denn schließlich brachte ein Truppenstandort Kaufkraft und Ansehen für die Stadt.

| Auf eigene Kosten wurde eine Kaserne gebaut, doch die Freiberger Jäger zogen 1914, statt in ihr gemütliches Löbauer Quartier, auf die mörderischen Schlachtfelder des ersten Weltkrieges und die neue Kaserne wurde für 5 Jahre erst einmal ein Reservelazarett. |
Nach dem Krieg erhielt die Stadt mit dem Ausbildungsbataillon des Infanterieregiments Nr. 10 dann endlich ihre ständige Garnison.
Die Löbauer engagierten sich und lebten fortan gut mit "ihren" Soldaten.
Als Hitler 1933 die Macht in Deutschland ergriff und zielstrebig auf einen Krieg hinsteuerte, pfiff auch in Löbau ein schärferer Militärwind durch die Gebäude der Jägerkaserne.
Das Objekt wurde um den Komplex beim heutigen Arbeitsamt und ein Barackenlager für Einheiten des Ersatzheeres erweitert.
In den ersten Jahren nach dem zweiten Weltkrieg diente die ehemalige Wehrmachtskaserne bis 1949 als Auffang- und Durchgangslager für Vertriebene aus dem Schlesierland.
Danach bezogen Einheiten der Kasernierten Volkspolizei der neugegründeten DDR den Komplex an der Georgewitzer Straße. Aus diesen Einheiten ging 1956 das Panzerregiment 16 hervor, welches letztendlich im Sommer 1963 das Objekt Löbau für die neuzugründende Offiziersschule der Landstreitkräfte der NVA räumen musste.
Damit begann am 2. Dezember 1963 ein völlig neues Kapitel in der Garnisonsgeschichte der Stadt. 26 Jahre lang wurden in den Standorten Löbau und Zittau tausende Offiziere für den Dienst in den Landstreitkräften der DDR ausgebildet. Die Offiziershochschule Löbau wuchs in dieser Zeit zu einem der größten militärischen Objekte Europas heran. | 
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Der 31. Juli 1991 brachte als Folge der Wiedervereinigung das Ende für die Garnison Löbau mit sich.
Die Dienststelle wurde auf Befehl des Territorialkommandos Ost schrittweise aufgelöst und das Objekt fand seitdem keine militärische Nutzung mehr.

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